Training für Pferd und Mensch

Auf dieser Seite habe ich mich dazu verleiten lassen, all meine Gedanken zum Thema Training und damit meine Einstellung zum Pferd niederzuschreiben. Als theoretische Grundlage dient das Physio-Riding®, das an anderer Stelle näher beschrieben wird.

 

Mein Trainingsangebot richtet sich an alle Interessierten jeden Alters, die ein eigenes Pferd/Pony oder eine Reitbeteiligung zur Verfügung haben.

 

Individualität

Mir ist es wichtig, dass Pferde als Individuen wahrgenommen werden, mit ihren Bedürfnissen und Emotionen. Pferde haben einen eigenen Charakter, genau wie wir Menschen und dieses muss im täglichen Umgang respektiert werden.

Für unser gemeinsames Training bedeutet das, dass es kein "Schema F" gibt. Eine Übung kann für ein Pferd-Mensch-Paar perfekt sein und für eine andere Paarung überhaupt nicht funktionieren. Da muss von allen Seiten ein wenig Experimentierfreude vorhanden sein und Reflektionsfähigkeit. Mein Unterricht soll allen Beteiligten Freude bereiten, Erfolgserlebnisse schaffen und Pferd und Mensch weiterbringen.

 

Freude an der Gemeinsamkeit

Viel zu häufig kann man verbissen schauende Reiter auf ihren ebenso verbissen schauenden Pferden sehen, die gegeneinander kämpfen. Nach einer solchen Einheit sind Pferd und Mensch oft übellaunig und aggressiv. Wnn ich so was sehe frage ich mich immer, wieso der Mensch sich ausgerechnet das Reiten als Hobby ausgesucht hat, wo es doch scheinbar keinen Spaß macht.

Ich möchte, dass Pferd und Mensch Gemeinsamkeit und Harmonie erleben. Pferde sind so wunderbar sanfte Wesen, dass man sie nicht bekämpfen und dominieren muss. Man muss sie von sich überzeugen und ihnen positiv gegenüber stehen, dann stehen so viele Wege offen. Dieser Weg kann anstrengend sein und viel vom Menschen abverlangen, aber er lohnt sich wirklich!

 

positive Verstärkung als Mittel der Verständigung

Die positive Verstärkung ist eine der vier Lernmethoden. Viele Menschen kennen den Begriff in Verbindung mit dem Clickertraining. Das Prinzip, das dahinter steht, ist aber auch ohne Clicker und Futtergabe anwendbar.

Bei der positive Verstärkung geht es darum:

  • Das Pferd wird als Persönlichkeit akzeptiert. Jedes Individuum hat unterschiedliche
    Es gibt Pferde, für die ist ein "simpler" Ausritt alleine schwieriger als das Erlernen von Piaffe und Passage. Und es gibt Pferde, die sich auf dem Reitplatz extrem schwer tun mit der gymnastizierenden Arbeit, alle geforderten Lektionen aber mit großer Freude im Gelände zeigen.
  • Wenn ein Pferd eine Übung verweigert, wird diese nicht gegen die Gegenwehr des Pferdes durchgesetzt, sondern überlegt, wieso das Pferd sich weigert. Das Ergebnis der Reflexion kann sien, dass das Pferd die Aufgabe an sich oder die Hilfe noch nicht verstanden hat, es ein körperliches Problem hat, das die Ausführung verhindert oder es psychisch (noch) nicht in der Lage dafür ist
  • Jede Lernaufgabe wird in kleine Stücke zerteilt, es wird zu Beginn niemals direkt am Zielbild gearbeitet. Beim Erlernen des Rückwärtsrichtens ist z.B. der erste Schritt die minimale Gewichtsverlagerung auf die Hinterhand.

 

Pferde sprechen mit uns, wir müssen ihnen nur richtig zuhören

Wenn ein Pferd auf eine bestimmte Hilfe nicht reagiert oder eine bestimmte Lektion nicht macht, liegt es nicht daran, dass es dies aus Boshaftigkeit verweigert.

Hat es zum Beispiel die Bedeutung der Hilfe noch nicht richtig verstanden, bringt es nichts, diese immer weiter zu verstärken. Dadurch wird sich die Reaktion nicht ändern, das Pferd wird nur immer hilfloser oder aggressiv. Wenn wir Menschen uns die Zeit nehmen, dem Pferd die Hilfe wirklich zu erklären und uns an die Lerngeschwindigkeit des Pferdes halten, können einige Kämpfe schon vermeiden werden.

Die Verweigerung von Lektionen, besonders wenn sie schon sicher verstanden waren, hat in der Regel seinen Ursprung in körperlichen Problemen. Pferde können lange den Eindruck erwecken, sie wären topfit, haben aber eigentlich schon länger Schmerzen. Dies liegt einfach in ihren Genen. Als Beutetier in der Steppe war es von großem Nachteil, sich als schwächstes Glied der Herde dem Jäger zu erkennen zu geben. Das wurde in der Regel mit dem Leben bezahlt. Da aber Gene und Instinkte sich sehr lange halten und auch mit Vernunft nicht auszuschalten sind, müssen wir uns darauf einlassen und den Pferden sehr genau zuhören.

 

Trainingsplanung

Jedem Training liegt ein Trainingsplan zugrunde, der am Ausbildungsstand von Pferd und Mensch angepasst ist. Hier fließen Ihre Ziele und die Notwendigkeiten Ihres Pferdes ein.

 

Für einen wirklich individuellen Trainingsplan empfehle ich einen physiotherapeutischen Check up vor der ersten Reitstunde. Auf diesem Wege bekomme ich einen umfassenden Eindruck von der Leistungsfähigkeit ihres Pferdes und kann ganz individuell angepasst einen Plan entwerfen, wie Ihr Pferd gesundheitsförderlich geritten werden kann.

 

Die Gesundheit des Pferdes steht im Vordergrund

Ich verspreche Ihnen und vorallem Ihrem Pferd, dass ich beim Training den Fokus auf der Gesundheit Ihres Pferdes haben werde. Das kann bedeuten, dass ich die Empfehlung ausspreche, Ihr Pferd für eine gewisse Zeit nicht zu reiten, sondern mittels Bodenarbeit zu arbeiten, um die Tragfähigkeit wieder vollständig herzustellen. Wenn das Pferd seinen Menschen nur unphysiologisch tragen kann, muss es aus der Situation herausgeholt und besser darauf vorbereitet werden. Wenn ich eine Hantel nur mit mächtigem Aufwand und unphysiologischem Krafteinsatz irgendwie stemmen kann, werde ich diese Hantel nie mühelos anheben, wenn ich weiterhin mit ihr trainiere. Ich muss auf anderem Wege meine Kraft langsam aufbauen und kann dann wieder mit der Hantel arbeiten.

 

Lektionen dienen dem Pferd und nicht dem Geltungsbedürfnis des Menschen

Jede Lektion und jede einzelne Bahnfigur hat einen gymnastischen Zweck für das Pferd. Es ist wichtig, diesen zu kennen und gezielt einzusetzen, um das Pferd kräftiger, geschmeidiger und ausdrucksstärker zu machen. Dafür ist es notwendig, den richtigen Trainingsaufbau zu verfolgen und das Pferd chritt für Schritt vorzubereiten, damit es köperlich und geisitg in der Lage ist, auch schwerste Lektionen zu zeigen.

Lektionen dürfen nicht dazu missbraucht werden um das Aufmerksamkeitsbedürfnis des Menschen zu befriedigen!

Adresse

Huf Hand Pfote
Andrea Büttner

In der Gasse 6

31832 Mittelrode/Springe

Kontakt

01575 / 874 79 08
andrea@hufhandpfote.de

Hinweis!

Alle auf meiner Homepage gezeigten Behandlungsbilder und deren Beschreibung dienen lediglich als Beispiele und sind kein Versprechen auf deren Wirkung im individuellen Fall!

 

letzte Aktualisierung: 26.03.2019

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